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    Schaufensterbeleuchtung: Der ultimative Leitfaden

    Im wettbewerbsintensiven Umfeld des modernen Einzelhandels ist die Schaufensterbeleuchtung weit mehr als eine bloße funktionale Notwendigkeit: Sie ist der erste Dialog zwischen Händler und potenziellem Kunden. Ein gut beleuchtetes Schaufenster zeigt nicht nur die Ware, sondern erzählt eine Geschichte, schafft Atmosphäre, weckt Emotionen und zieht vor allem Aufmerksamkeit auf sich – in einer städtischen Umgebung, die oft von visuellen Reizen überflutet ist.

     

    Ob es sich um die Beleuchtung eines Bekleidungsgeschäfts in der Altstadt, einer raffinierten Juwelierwerkstatt oder einer gemütlichen Buchhandlung handelt – das Licht wird zum Regieinstrument, mit dem die Markenidentität inszeniert und das Produkt optimal in Szene gesetzt wird.

     

    In diesem äußerst detaillierten Leitfaden, entwickelt in Zusammenarbeit mit den Experten von LED Point, beleuchten wir sämtliche Aspekte der Schaufensterbeleuchtung – von den technischen Grundlagen bis hin zu fortgeschrittenen Strategien – und zeigen, wie man die passenden LED-Produkte für jeden spezifischen Bedarf auswählt. Wir beantworten konkrete Fragen wie „Wie viele Lux braucht ein Schaufenster?“ oder „Wie beleuchtet man ein dunkles Geschäft?“, und liefern fundierte Antworten, basierend auf Daten, Erfahrungswerten und branchenweit anerkannten Best Practices.

     

     

    Strategische Bedeutung der Schaufensterbeleuchtung in verschiedenen Branchen

     

    Bevor wir uns den technischen Lösungen widmen, ist es entscheidend zu verstehen, wie ein Schaufenster je nach Branche gestaltet sein sollte. Licht ist nicht universell – es muss auf das Wesen der verkauften Produkte und die Zielgruppe zugeschnitten werden. Deshalb ist die Schaufensterbeleuchtung kein triviales Thema.

     

    Mode und Bekleidung: Atmosphäre und Begehren schaffen

    In einem Modegeschäft muss die Schaufensterbeleuchtung Stoffe, Farben und Schnitte optimal zur Geltung bringen. Ziel ist eine diffuse, einhüllende Beleuchtung, die harte Schatten auf der Kleidung vermeidet, kombiniert mit gezielten Spotlights, um Details oder ikonische Accessoires hervorzuheben. Die Farbtemperatur ist entscheidend: Ein neutralweißes Licht (4000K) eignet sich ideal, um Farbtöne naturgetreu wiederzugeben, während wärmere Lichttöne (2700–3000K) eine intime und hochwertige Atmosphäre schaffen können.

     

    Juwelier- und Uhrenhandel: Präzision und Brillanz

    Wie beleuchtet man eine Juwelierwerkstatt? Dies ist eine der größten Herausforderungen. Hier muss das Licht zu einem Präzisionsinstrument werden. Es werden sehr hohe Beleuchtungsstärken (bis zu 3000 Lux) benötigt sowie ein Farbwiedergabeindex (CRI) über 90, besser noch über 95, um Diamanten zum Strahlen zu bringen und jede Nuance edler Metalle korrekt darzustellen. Gerichtete LED-Spots mit Präzisionslinsen sind unverzichtbar, um Vitrinen oder Ausstellungskästen zu beleuchten, während hochdichte LED-Streifen radierende Lichteffekte auf Oberflächen erzeugen können.

     

    Elektronik und Technologie: Sauberkeit und Innovation

    Bei technologischen Produkten muss die Schaufensterbeleuchtung Innovation und Präzision vermitteln. Häufig werden kältere Lichttöne (5000–6000K) verwendet, die Technologie und Sauberkeit suggerieren. Dynamische Beleuchtungssysteme mit RGB- oder RGBW-LED-Streifen, steuerbar per App, können genutzt werden, um Funktionen der Geräte zu simulieren oder fesselnde visuelle Effekte zu erzeugen.

     

    Lebensmittel und Gastronomie: Frische und Einladung

    In einer Feinkosthandlung oder Konditorei muss das Licht Speisen frisch, appetitlich und köstlich erscheinen lassen. Warme Farbtemperaturen (2700–3000K) betonen Backwaren, Fleisch und Käse, während leicht kühlere Töne für Fisch oder Salate geeignet sind. Wichtig: Nur LED verwenden, um empfindliche Produkte nicht durch Wärme zu beschädigen.

     

    Buchhandlungen und Schreibwaren: Gemütlichkeit und Lesbarkeit

    Wie beleuchtet man das Schaufenster einer Buchhandlung? Das Ziel ist zweigeteilt: Titel und Cover müssen klar lesbar sein, und gleichzeitig soll eine einladende Atmosphäre geschaffen werden, die zum Betreten animiert. Die ideale Lösung ist eine Kombination aus diffuser Hintergrundbeleuchtung und gerichteten Spots auf Präsentationsflächen oder Neuerscheinungen im Vordergrund.

     

     

    Statistische Auswirkungen der Schaufensterbeleuchtung

     

    In professionelle Schaufensterbeleuchtung zu investieren, ist keine rein ästhetische Ausgabe, sondern ein echter Verkaufstreiber mit messbarem Return on Investment (ROI). Zahlreiche Marktstudien und Branchenberichte belegen eindeutig, dass Licht das Kaufverhalten, die wahrgenommene Produktqualität und die Conversion-Rate beim Betreten des Geschäfts direkt beeinflusst. Im Folgenden präsentieren wir konsolidierte statistische Daten, aufgeschlüsselt nach Branchen, die zeigen, warum eine optimale Schaufensterbeleuchtung eine der wirksamsten Marketingmaßnahmen für Händler darstellt.

     

    Allgemeine Statistiken: Die Wirkung des Lichts

    Bevor wir einzelne Branchen betrachten, ist die allgemeine Wirkung zu verstehen:

    • +30–40 % mehr Aufmerksamkeit: Eine Studie der Illuminating Engineering Society (IES) zeigt, dass ein gut beleuchtetes Schaufenster die Aufmerksamkeit von Passanten um 30–40 % gegenüber schlecht oder kaum sichtbaren Schaufenstern erhöhen kann;
    • Conversion-Rate (Eintritt/Verkauf): Laut Global Retail Insights hat ein Passant, der von einem effektiven Schaufenster angezogen wird, eine über 50 % höhere Wahrscheinlichkeit, das Geschäft zu betreten. Davon steigt die Neigung zum Kauf im Laden um 15–30 %;
    • Wahrgenommener Wert: Licht beeinflusst bis zu 70 % der Qualitäts- und Wertwahrnehmung eines ausgestellten Produkts. Professionell beleuchtete Ware wird oft bis zu 25 % wertvoller eingeschätzt;
    • Aufenthaltsdauer: Die durch Licht geschaffene Atmosphäre (im Schaufenster und im Ladeninneren) kann die durchschnittliche Verweildauer im Geschäft um 10–20 % erhöhen – ein Faktor, der eng mit einem höheren durchschnittlichen Warenkorb korreliert.

     

    Branchenspezifische Daten: Zahlen sprechen Bände

    Die Wirkung variiert je nach Produktkategorie. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Kennzahlen zusammen.

     

    HandelsbrancheAnstieg Schaufenster-Traffic*Erhöhung Conversion-Rate (Eintritt)Steigerung wahrgenommener ProduktwertBranchenspezifische Hinweise & Schlüsseldaten
    Juwelier- & UhrenhandelBis zu 60 %Bis zu 70 %Bis zu 35 %Hier ist Licht alles. Ein CRI >95 und Beleuchtungsstärken >2000 Lux können den Umsatz bei Premium-Artikeln um bis zu 40 % steigern. 90 % der Kaufentscheidung basieren auf Brillanz und Farbe – beides wird vom Licht bestimmt.
    Mode & Bekleidung35–50 %40–55 %20–30 %Eine perfekte Farbwiedergabe (CRI>90) reduziert Retouren wegen „abweichender Farbdarstellung“ um bis zu 25 %. Akzentbeleuchtung auf Hauptartikel erhöht deren Umschlag um 15–25 %.
    Elektronik & Technologie25–40 %30–45 %15–25 %Dynamische Beleuchtung (RGB, Effekte) erhöht das Engagement jüngerer Kunden um 50 %. Kühles, präzises Licht (5000K+) signalisiert Innovation und stärkt das Markenvertrauen.
    Gastronomie & Feinkost40–55 %50–65 %25–35 %Warmes Licht (2700–3000K) auf Backwaren und Fleisch vermittelt „frisch aus dem Ofen“ und kann Impulskäufe um 30 % steigern. Gezielte Beleuchtung macht Produkte begehrlicher und reduziert Abfälle.
    Buchhandlung & Schreibwaren20–30 %25–35 %10–20 %Eine gleichmäßige, schattenfreie Beleuchtung (>500 Lux), die Titel lesbar macht, erhöht die Eintrittswahrscheinlichkeit um 25 %. Die durch Licht geschaffene Gemütlichkeit fördert den Kauf von „Erlebnisprodukten“ (z. B. Geschenkbücher, Premium-Schreibwaren).
    Optik & Parfümerie30–45 %35–50 %20–30 %In der Optik ist neutrales, präzises Licht entscheidend für die Brillenwahl. In der Parfümerie vermittelt diffuses, warmes Licht auf Verpackungen Luxus und Exklusivität – und fördert den Absatz von Premium-Produkten.

    *Anstieg des Schaufenster-Traffics (Blicke und Verweilzeiten) im Vergleich zu Standard- oder unzureichender Beleuchtung. Quelle: Zusammenfassung basierend auf Daten von IES, Retail Design Institute und branchenspezifischen Fallstudien (2019–2023).

     

    ROI einer professionellen LED-Schaufensterbeleuchtung

    Kombiniert man kommerzielle Wirkung mit betrieblichen Einsparungen, wird das wirtschaftliche Bild noch überzeugender. Nehmen wir eine durchschnittliche Investition von 1.000 € für die LED-Schaufensterbeleuchtung einer Boutique:

    • Energieeinsparung: Der Wechsel von Halogen zu LED spart ca. 80 % der Stromkosten für die Schaufensterbeleuchtung. Bei einem Strompreis von 0,25 €/kWh und 12 Stunden täglicher Nutzung ergibt sich eine jährliche Ersparnis von über 150 €. Allein hierdurch amortisiert sich die Investition innerhalb von ca. 6–7 Jahren teilweise.
    • Wartungseinsparung: LED-Lebensdauer 50.000 h vs. 2.000 h bei Halogen. Keine Lampenwechsel nötig für über 10 Jahre – geschätzter Wert: 200–300 €.
    • Umsatzsteigerung: Nimmt man eine konservative Conversion-Steigerung von 15 % (Durchschnitt der oben genannten Branchen) bei einem täglichen Umsatz von 500 € an, ergibt sich eine jährliche Umsatzsteigerung von ca. 27.000 € (500 € × 0,15 × 360 Tage).

    Fazit: Die Anfangsinvestition von 1.000 € wird nicht nur vollständig amortisiert, sondern generiert einen außerordentlichen Umsatzmultiplikator. Die Zahlen sind eindeutig: Wer die Schaufensterbeleuchtung vernachlässigt, lässt messbares Verkaufspotenzial ungenutzt. Licht ist keine Kostenposition, sondern der beste stille Verkäufer – rund um die Uhr im Einsatz.

     

     

    Technische Grundlagen: Lux, Lumen, Watt und CRI – Zahlen verstehen, um das richtige Produkt zu wählen

     

    Um eine effektive LED-Schaufensterbeleuchtung zu planen, muss man die Sprache der Fotometrie beherrschen. Diese Begriffe sind kein Fachjargon, sondern praktische Werkzeuge für das gewünschte Ergebnis.

     

    Lumen (lm): Die Gesamtmenge des emittierten Lichts

    Der Lumen-Wert misst den gesamten Lichtstrom, den eine Lichtquelle in alle Richtungen abgibt. Er hat die Watt-Zahl (die den Energieverbrauch, nicht die Helligkeit misst) als Referenz für Lichtstärke abgelöst. Um ein Schaufenster gut zu beleuchten, braucht man viele Lumen – aber intelligent verteilt.

     

    Lux (lx): Das Licht, das tatsächlich auf der Fläche ankommt

    Der Lux ist die Maßeinheit für die Beleuchtungsstärke: Wie viele Lumen pro Quadratmeter auftreffen (1 lx = 1 lm/m²). Dies ist der wichtigste Wert für die Planung. Wie viele Lux braucht ein Schaufenster? Das hängt von der Branche ab:

     

    HandelsbrancheEmpfohlene Beleuchtungsstärke (Lux)Hinweise
    Juwelier (Diamanten/Edelmetalle)2.000 – 3.000 LuxMaximale Brillanz, hoher Kontrast erforderlich.
    Uhren / Optik1.500 – 2.500 LuxExtrem feine Details und Reflexionen.
    Mode / Luxusbekleidung1.000 – 2.000 LuxPerfekte Farbwiedergabe von Stoffen.
    Mode / Standardbekleidung750 – 1.500 LuxGute Sichtbarkeit und Atmosphäre.
    Elektronik / Technologie750 – 1.200 LuxKlares, detailreiches Licht.
    Buchhandlung / Schreibwaren500 – 1.000 LuxLesbarkeit und visueller Komfort.
    Gastronomie / Lebensmittel800 – 1.500 LuxFrische und visuelle Attraktivität.

     

    Watt (W) und Lichtausbeute: Bewusster Energieverbrauch

    Bei LEDs definiert das Verhältnis Lumen/Watt (lm/W) die Effizienz. Hochwertige LEDs liefern 100–150 lm pro Watt. Um also 1500 Lumen zu erzeugen, verbraucht eine effiziente LED nur 10–15 W – im Gegensatz zu 100 W einer alten Halogenlampe. Die Frage „Wie viele Watt?“ ist weniger relevant als „Wie viele Lumen brauche ich für mein Schaufenster und mit welcher Effizienz?“.

     

    Farbwiedergabeindex (CRI oder Ra): Farbtreue

    Der CRI misst, wie natürlich Farben unter einer Lichtquelle erscheinen – im Vergleich zum Sonnenlicht (CRI = 100). Für Schaufensterbeleuchtung, bei der Farben entscheidend sind (Mode, Schmuck, Lebensmittel), ist ein CRI ≥ 90 erforderlich, besser ≥ 95. Ein niedriger CRI lässt Farben verblassen und macht die Ware stumpf.

     

    Farbtemperatur (Kelvin – K): Die „Wärme“ des Lichts

    Messbar in Kelvin, beschreibt sie den Farbton des weißen Lichts:

     

    • warm (2700K – 3000K): einladende, intime, traditionelle Atmosphäre. Ideal für Einrichtung, Gastronomie, klassische Mode.
    • neutral (4000K): natürliches, objektives Licht. Perfekt für Mode, allgemeinen Einzelhandel, Buchhandlungen.
    • kalt (5000K – 6500K): dynamisches, technisches, „klinisches“ Licht. Geeignet für Elektronik, Metall, lebhafte Außenfassaden.

     

     

    Konkrete Antworten auf spezifische Fragen: Von Alltagssituationen zu technischen Lösungen

     

    Dieser Abschnitt ist das operative Herzstück des Leitfadens. Wir beantworten Punkt für Punkt die häufigsten Fragen zur Schaufensterbeleuchtung und zu Gewerbeflächen – mit konkreten Produktreferenzen von LED Point.

     

    Wie beleuchtet man ein dunkles Geschäft oder einen Salon?

    Ein dunkler Raum erfordert einen mehrschichtigen Ansatz. Starke zentrale Beleuchtung allein reicht nicht. Man muss kombinieren:

     

    1. Allgemeinbeleuchtung: zur gleichmäßigen Ausleuchtung des Raums. LED-Deckenleuchten mit breiter Streuung oder hängende LED-Panels mit hohem Lichtstrom (z. B. 4000–6000 lm);

    2. Akzentbeleuchtung: zur Schaffung von Blickpunkten und Kontrasten. Richtbare LED-Spots auf elektrifizierten Schienen, gezielt auf dunkle Ecken oder Wände gerichtet;

    3. Dekorative/Wandbeleuchtung: LED-Streifen an Wandleisten oder Profilen, um Lichtbänder an Wänden zu erzeugen, die optisch „zurückweichen“ und so den Raum vergrößern.

     

    Wie beleuchtet man ein dunkles Schaufenster?

    Oft liegt das Problem nicht in der Lichtmenge, sondern in Richtung und Qualität.

     

    Diagnose: Prüfen, ob vorhandene Leuchten verschmutzt, defekt oder durch LED-Degradation lichtschwächer geworden sind.

    Lösung: Austausch durch LED-Einbau- oder Deckenspots mit ausreichender Leistung (z. B. 10–15 W mit enger Linse zur Bündelung des Lichts). Zusätzlich immer eine innere Schaufensterbeleuchtung mit hochdichten LED-Streifen (z. B. 60 LED/m) am vorderen oberen Rand installieren, nach innen gerichtet, um die vorderste Ware optimal auszuleuchten.

     

    Wie beleuchtet man die Außenseite eines Geschäfts und setzt Außenleuchten ein?

    Die äußere Schaufensterbeleuchtung hat zwei Funktionen: Sicherheit und Aufmerksamkeit. Für den Eingangsbereich: LED-Profile mit breitem Abstrahlwinkel (Flood) mit mindestens IP65, montiert über der Tür oder an der Wand. Für die Fassade: LED-Profile mit schmalem Abstrahlwinkel (Spot) für Wall Grazing (radierendes Licht zur Hervorhebung von Texturen) oder Projektoren für Wall Washing (gleichmäßiges Fluten der Wand). Für Gehwege: Säulenleuchten oder wetterfeste Wandleuchten mit Blendschutz. Unbedingt Produkte mit Schutzklasse IP65 oder höher wählen, um Regen und Staub standzuhalten.

     

    Wie beleuchtet man einen Marktstand oder temporären Aussteller?

    Hier sind Flexibilität und Autonomie gefragt. Ideale Lösungen:

     

    1. Wiederaufladbare LED-Lampen: beliebig platzierbar, ohne Kabel.

    2. Tragbare LED-Lightboxen: zur Ausleuchtung von Postern oder Rückseiten.

    3. Magnetische LED-Leisten: haften an jeder metallischen Struktur und werden per USB-Powerbank versorgt. Das Licht muss direkt auf die Ware gerichtet sein – niemals auf Augenhöhe der Kunden blenden.

     

    Wie beleuchtet man eine Vitrine oder Ausstellungskiste?

    Die Beleuchtung von Vitrinen erfordert chirurgische Präzision. LED-Streifen sind hier die bevorzugte Lösung.

     

    Montageoptionen:

    - von oben: LED-Streifen am oberen Innenrand der Vitrine, in einem Aluminiumprofil mit opalem Diffusor zur Weichzeichnung und Verdeckung der einzelnen LEDs. Ideal für allgemeine Objekte;

    - von unten (Gegenboden): LED-Streifen am Boden der Vitrine hinter einer Leiste, die direkten Blick verdeckt. Erzeugt einen Schweb-Effekt für skulpturale Objekte;

    - seitlich (radierendes Licht): LED-Streifen an einer vertikalen Seite, das die Textur des Hintergrunds „streift“. Betont Materialien und Volumen. Immer LED-Streifen mit hohem CRI (>90) und mittlerer bis hoher Dichte (60–120 LED/m) verwenden. Bei sehr tiefen Vitrinen ggf. zusätzliche Mini-LED-Spots einplanen.

     

    Wie plant man die Schaufensterbeleuchtung eines Geschäfts?

    Die Planung folgt einem logischen Prozess:

     

    1. Bedarfsanalyse: Was verkaufe ich? Für wen? Welche Markenatmosphäre will ich schaffen?

    2. Berechnung der erforderlichen Beleuchtungsstärke (Lux): je nach Branche (siehe vorherige Tabelle);

    3. Auswahl der Lichtquellen: Typ (Spot, Streifen, Deckenleuchte), LED-Technologie, Farbtemperatur, CRI;

    4. Layout und Positionierung: Anzahl und Platzierung der Lichtpunkte zur Erzielung von Gleichmäßigkeit oder gezieltem Kontrast;

    5. Steuerung und Dynamik: Dimmer, Szenarien (Tag/Nacht) oder Farbsteuerung (RGB) bei Bedarf vorsehen;

    6. Normenprüfung: Einhaltung energie- und sicherheitstechnischer Vorschriften.

     

    Wie präsentiert man Ware im Schaufenster und was stellt man dort aus?

    Präsentation und Licht sind untrennbar verbunden:

     

    - Goldene Regel: Zuerst entscheiden, was und wie präsentiert wird – dann das Licht darauf abstimmen.

    - Weniger ist mehr: Wenige, gut ausgeleuchtete Objekte wirken stärker als viele in Halbdunkel.

    - Ebenen schaffen: Podeste unterschiedlicher Höhe nutzen. Jede Ebene separat beleuchten.

    - Hintergrund: Soll neutral oder komplementär sein. Kann mit farbigem Licht (RGB-Streifen) zur Atmosphärenbildung beleuchtet werden.

    - Was ausstellen: Hauptprodukte, Neuheiten, saisonale Artikel. Das Schaufenster erzählt eine Geschichte – es ist kein Lager.

    - Was in eine Innenvitrine stellen: Zubehör, Impulsartikel oder Produkte, die den handwerklichen Prozess illustrieren.

     

    Wie verdunkelt man Schaufenster (nachts oder aus Datenschutzgründen)?

    Ein abgeschaltetes Schaufenster nach Ladenschluss ist eine verpasste Chance – doch ein beleuchtetes Schaufenster birgt Risiken. Lösungen:

     

    1. Elektrische Verdunkelungsrollos: sicherste Option;

    2. Sicherheits-/Atmosphärenbeleuchtung: Nur dekorative Lichter mit sehr geringer Intensität (z. B. auf 10 % gedimmte LED-Streifen), die Decke oder Logo anstrahlen;

    3. Rückleuchtete Lightboxen: Beleuchtung der Ware abschalten, nur Markenlogo oder Botschaften aktivieren.

    4. Verdunkelungsfolien auf Glas: Tagsüber Sichtschutz von außen, nachts jedoch bei Innenbeleuchtung von innen transparent.

     

    Wo werden LED-Leuchten bei der Schaufensterbeleuchtung montiert?

    Die Positionierung ist entscheidend.

     

    Für LED-Streifen:

    Immer in extrudierte Aluminiumprofile einbauen. Das Profil an der Struktur (Schaufenster, Regal, Decke) befestigen, dann den Streifen im Profil kleben. Profile leiten Wärme ab und sorgen mit Diffusor für gleichmäßiges Licht.

     

    Für LED-Spots:

    - Auf elektrifizierten Schienen: maximale Flexibilität. Schiene an Decke montieren, Spots einhaken und ausrichten;

    - In Zwischendecken eingelassen: minimalistische Optik, sauberes Licht;

    - Mit Arm an Decke oder Wand: zur gezielten Ausleuchtung bestimmter Punkte. Grundsatz für die Positionierung von LED-Leuchten: Niemals direkt auf Augenhöhe der Kunden richten. Das Licht muss auf die Ware oder zu betonende Flächen gerichtet sein.

     

    Welche LED ist die beste für Schaufenster?

    Es gibt kein absolutes „Bestes“, sondern das jeweils passendste. Auswahlkriterien:

     

    1. Hohe Effizienz (lm/W): >100 lm/W für optimales Leistung-zu-Verbrauch-Verhältnis;

    2. Sehr hoher CRI: ≥95 für kritische Anwendungen (Schmuck, Mode), ≥90 für andere Bereiche;

    3. Ausreichender Lichtstrom: entsprechend der benötigten Lux-Werte;

    4. Angegebene Lebensdauer (L70/B10): mindestens 30.000 Stunden;

    6. Steuerungssystem: Bei Dimmbedarf Kompatibilität prüfen (DALI, 1–10V, Phasenanschnitt).

     

     

    Praktische Berechnungen, Kosten und abschließende Überlegungen 

     

    Nachdem wir Grundsätze, Techniken und Produkte ausführlich behandelt haben, geht es nun um den konkreten Teil – oft entscheidend für jede Kaufentscheidung: Berechnungen, Kosten und abschließende Bewertungen. Dieser Abschnitt übersetzt alles Gelernte in greifbare Zahlen, definierbare Budgets und klare Handlungsempfehlungen. 

     

    Was kostet die Einrichtung bzw. Beleuchtung eines Schaufensters?

    Die Kosten variieren stark. Beispiel für ein mittelgroßes Schaufenster (3 m breit × 2 m hoch × 1 m tief) eines Modegeschäfts:

     

    1. Innenbeleuchtung mit LED-Streifen: 5 m High-CRI-LED-Streifen + Profile + Netzteil + Verbinder: 150–250 €;

    2. Akzentbeleuchtung mit 3 Schienenspots: 3 m Schiene + 3 LED-Spots à 15 W: 120–180 €;

    3. Präsentationsmaterial (Podeste, Stoffe): 100–300 €;

    4. Installationskosten (Elektriker): 200–400 €;

     

    Gesamtkosten (indikativ): 570 – 1130 €.

     

    Dies ist eine einmalige Investition, die sich dank LED-Technologie innerhalb von 1–2 Jahren amortisiert – sowohl durch Energieeinsparungen (bis zu 80 % gegenüber Halogen) als auch durch nahezu wartungsfreien Betrieb.

     

    Abschluss-Checkliste 

    Bevor Sie irgendein Produkt bestellen, beantworten Sie diese Fragen:

     

    1. Was ist das Hauptziel meines Schaufensters? (Verkaufen, beeindrucken, zum Betreten animieren).

    2. Welche 2–3 Produkte/Objekte sollen besonders hervorgehoben werden?

    3. Welche Atmosphäre möchte ich schaffen? (Warm/einladend, frisch/dynamisch, neutral/natürlich).

    4. Habe ich die Montageflächen exakt vermessen?

    5. Habe ich berücksichtigt, wie die Beleuchtung gesteuert wird (Schalter, Dimmer, Timer)?

    6. Ist die vorhandene Elektroinstallation ausreichend (Steckdosen, Last)?

    7. Habe ich Wartung (Reinigung, Zugänglichkeit für eventuelle Austauscharbeiten) bedacht?

     

     

    Schaufensterbeleuchtung: Das Licht, das Raum in Erlebnis verwandelt

     

    Die Schaufensterbeleuchtung ist letztlich eine Disziplin, die Technik, Kunst und Psychologie vereint. Es geht nicht einfach darum, ein Ladenfenster zu beleuchten, sondern eine emotionale Brücke zum Passanten zu bauen, seinen Blick zu lenken und Neugier sowie Begehren zu wecken. Investitionen in ein gut geplantes LED-System zahlen sich rasch aus – nicht nur in Form geringerer Stromrechnungen, sondern vor allem durch gesteigerte Markenwahrnehmung, Attraktivität und letztlich Umsatz.

     

    Ob Sie das Problem lösen müssen, wie man ein dunkles Geschäft beleuchtet, oder eine bestehende Schaufensterbeleuchtung optimieren möchten – das Prinzip bleibt gleich: Licht ist das Material, mit dem Sie die Wahrnehmung Ihrer Marke malen. Wählen Sie es mit derselben Sorgfalt wie Ihre besten Produkte.

     

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