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    Spannung: Was sie ist, wozu sie dient und warum man ihr Beachtung schenken sollte.

    In der Welt der LED-Beleuchtung stellt die Spannung den grundlegenden Parameter dar, der über Erfolg oder Misserfolg einer Installation entscheidet. Häufig wird sie zugunsten sichtbarerer Merkmale wie Helligkeit oder Farbe vernachlässigt, doch ist die Spannung das entscheidende Element für Stabilität, Effizienz und Lebensdauer Ihres Beleuchtungssystems.

     

    Dieser technische und umfassende Artikel begleitet Sie durch alle Aspekte der Spannung – von den theoretischen Grundlagen bis hin zu praktischen Anwendungen – und liefert konkrete Daten und verifizierbare Lösungen für Planer, Installateure und Brancheninteressierte.

     

     

    Spannung: Grundlagen

     

    Die elektrische Spannung (auch Voltzahl genannt) beschreibt die Potenzialdifferenz zwischen zwei Punkten in einem Stromkreis. Bei der LED-Beleuchtung bestimmt dieser Parameter, wie viel Energie zur Verfügung steht, um die lichtemittierenden Dioden zu betreiben. Konzeptuell lässt sich die Spannung mit dem Druck in einem hydraulischen System vergleichen: Je höher der Druck, desto größer die Fähigkeit, Wasser (Strom) durch Rohre (Leiter) fließen zu lassen.

     

    Technische Definition und Maßeinheit

    Die Spannung wird in Volt (V) gemessen und repräsentiert die potenzielle Energie pro Ladungseinheit. In LED-Systemen sind 12 V, 24 V und zunehmend auch 48 V die gebräuchlichsten Werte. Jeder Wert weist spezifische Eigenschaften auf, die ihn für bestimmte Anwendungen geeignet machen. Beispielsweise ist ein 12-V-System in der Regel sicherer für den Einsatz in feuchten oder nieder- bzw. kleinspannungsfähigen Umgebungen, während 24-V- und 48-V-Systeme eine höhere Effizienz bei langen Leitungsstrecken oder bei hohen Leistungen bieten.

     

    Die Betriebsspannung eines LED-Streifens ist nicht willkürlich gewählt, sondern resultiert aus den Eigenschaften der einzelnen darin verbauten LEDs. Die meisten SMD-LEDs (Surface-Mount Device) arbeiten mit Spannungen zwischen 2,5 V und 3,5 V, werden jedoch in Serie und/oder parallel verschaltet, um standardisierte Betriebsspannungen zu erreichen. Diese Konstruktion beeinflusst direkt zahlreiche praktische Aspekte – von der maximalen Installationslänge ohne nennenswerten Spannungsabfall bis hin zur Auswahl des passenden Netzteils.

     

    Spannung, Strom, Leistung und das Ohmsche Gesetz

    Um die Rolle der Spannung vollständig zu verstehen, muss man sie in Relation zu den beiden weiteren grundlegenden Parametern betrachten: Strom (gemessen in Ampere, A) und Leistung (gemessen in Watt, W). Der Zusammenhang dieser Größen wird durch das Ohmsche Gesetz (U = R × I) und die Formel für elektrische Leistung (P = U × I) beschrieben.

     

    Ein praktisches Beispiel mit realen Daten: Der LED-Streifen F52-40s-0608H2, erhältlich bei Ledpoint, arbeitet mit 24 V und einer Leistung von 14,4 W/m. Mithilfe der Formel P = U × I lässt sich der benötigte Strom pro Meter berechnen: I = P / U = 14,4 W / 24 V = 0,6 A/m. Für eine 5 Meter lange Installation ergibt sich ein Gesamtstrom von 3 A. Diese Berechnung ist entscheidend, um das Netzteil und die Anschlusskabel korrekt auszulegen.

     

    Tabelle 1: Zusammenhang zwischen Spannung, Strom und Leistung bei gängigen LED-Systemen

    LED-Streifen-TypSpannung (V)Leistung pro Meter (W/m)Strom pro Meter (A/m)Maximale empfohlene Länge
    Standard-LED 12 V129,60,85 Meter
    Hochleistungs-LED 24 V2414,40,610 Meter
    COB-LED 24 V2415,50,6458 Meter
    Hochleistungs-LED 48 V4828,80,615 Meter

     

    Die Bedeutung der richtigen Spannung für die Sicherheit

    Die Wahl der richtigen Spannung ist nicht nur eine Frage der technischen Effizienz, sondern auch ein grundlegender Aspekt der Installationssicherheit. Niederspannungssysteme (wie 12 V oder 24 V) werden gemäß den Normen IEC/EN 61347 in der Regel als „SELV – Safety Extra-Low Voltage“ klassifiziert, was das Risiko eines elektrischen Schlags im Falle unbeabsichtigten Kontakts erheblich verringert.

     

    Dennoch ist entscheidend zu betonen, dass Niederspannung nicht automatisch risikofrei bedeutet. Ein 12-V-System, das hohe Ströme transportiert (z. B. 20 A über eine 25 Meter lange Strecke), kann dennoch erhebliche Wärme in den Leitern erzeugen und bei falscher Dimensionierung der Kabel Brandgefahr durch Überhitzung bergen. Die Wahl der Spannung muss daher stets unter Berücksichtigung des konkreten Anwendungskontexts erfolgen und Sicherheit, Effizienz und Kosten miteinander abwägen.

     

     

    Vergleich von 12-V-, 24-V- und 48-V-Systemen

     

    Im LED-Beleuchtungssektor ist die Entscheidung zwischen 12 V, 24 V und 48 V eine entscheidende technische Wahl, die jeden Aspekt des Projekts beeinflusst – von den Anfangskosten bis hin zur langfristigen Wartung. Jede Konfiguration bietet spezifische Vor- und Nachteile, die sie für bestimmte Anwendungsfälle besonders geeignet machen.

     

    12-V-Systeme: Vielseitigkeit und Sicherheit für den Hausgebrauch

    12-V-Systeme dominierten die frühen Generationen von LED-Streifen aufgrund ihrer weit verbreiteten Netzteilverfügbarkeit und der inhärenten Sicherheit durch Niederspannung. Diese Konfiguration eignet sich besonders gut für den Wohnbereich, wo die Länge der Installationen selten 5 Meter überschreitet – beispielsweise für Beleuchtung von Regalen, Möbelumrandungen oder dekorative Akzente in Nischen.

     

    Technisch gesehen weisen 12-V-Systeme eine wesentliche Einschränkung auf: der Spannungsabfall tritt früher auf als bei Systemen mit höherer Spannung. Dieses Phänomen – verursacht durch den Leitungswiderstand – führt zu einer Helligkeitsabnahme an der vom Netzteil entfernten Streifenenden. Bei einem Kupferkabel mit 1,5 mm² Querschnitt begrenzt ein akzeptabler Spannungsabfall (< 3 %) die maximale Länge einer 12-V-Installation auf etwa 5 Meter. Längere Strecken erfordern mehrpunktige Einspeisungen oder dickere Leiter, was Komplexität und Kosten erhöht.

     

    Trotz dieser Einschränkungen bleiben 12-V-Systeme in spezifischen Anwendungen relevant – insbesondere dort, wo Sicherheit oberste Priorität hat (feuchte Bereiche, Nähe zu brennbaren Materialien) oder wenn sie in bestehende, auf 12 V ausgelegte Systeme integriert werden sollen, wie sie häufig im Automobil- oder Schiffsbau vorkommen.

     

    24 V: Der optimale Kompromiss für professionelle Anwendungen

    24 V hat sich heute zum De-facto-Standard für professionelle LED-Anwendungen entwickelt, da es das beste Gleichgewicht zwischen Sicherheit, Effizienz und planerischer Flexibilität bietet. Eine Analyse der technischen Spezifikationen der Ledpoint-Produkte zeigt, dass die meisten professionellen LED-Streifen – wie der F52-40s-0608H2 und COB-Streifen – für den Betrieb mit 24 V optimiert sind.

    Der Hauptvorteil von 24-V-Systemen liegt in der Verringerung des Stroms bei gleicher Leistung. Vergleicht man zwei 150-W-Installationen: bei 12 V wären 12,5 A nötig, während bei 24 V lediglich 6,25 A fließen. Diese Stromreduzierung hat erhebliche Auswirkungen:

    1. geringerer Spannungsabfall: bei gleichem Leiterquerschnitt ist der Spannungsabfall bei 24 V im Vergleich zu 12 V um das Vierfache geringer (proportional zum Quadrat des Stroms);

    2. effizientere Netzteile: Moderne Switching-Netzteile erreichen bei 24 V eine höhere Effizienz (85–92 %) als vergleichbare 12-V-Geräte;

    3. geringere Verkabelungskosten: Der geringere Strom erlaubt dünnere Leiter für dieselben Distanzen, was bei großen Installationen signifikante Einsparungen ermöglicht.

     

    Tabelle 2: Leistungs- und Grenzwertvergleich verschiedener Versorgungsspannungen

    Parameter12-V-System24-V-System48-V-SystemEinheit
    Maximale Länge ohne nennenswerten Spannungsabfall (>3 %)51020Meter
    Strom bei 150 W12,56,253,125Ampere
    Empfohlener Leiterquerschnitt für 10 m bei 150 W2,51,51,0mm²
    Typische Netzteil-Effizienz80–85 %85–92 %90–94 %Prozent
    Relative Netzteil-Kosten1,0x1,1x1,3xFaktor
    Typische AnwendungenPrivathaushalt, Automotive, SchifffahrtGewerbe, Einzelhandel, BürosIndustrie, Architektur, Außenbereich

     

    48 V: Die technologische Weiterentwicklung für professionelle und industrielle Anlagen

    48-V-Systeme stehen an der technologischen Spitze der professionellen LED-Beleuchtung und bieten deutliche Vorteile für großflächige, langstreckige oder hochleistungsfähige Installationen. Diese Konfiguration gewinnt rasch an Bedeutung im Bereich der architektonischen und industriellen Beleuchtung.

     

    Der größte Vorteil der 48-V-Spannung liegt in der drastischen Reduzierung von Spannungsabfallverlusten, wodurch Installationen von bis zu 20–25 Metern mit nur einer Einspeisestelle möglich werden. Das führt zu geringerer Verkabelungskomplexität, niedrigeren Installationskosten und erhöhter gestalterischer Freiheit im Lichtdesign. Zudem fließen bei 48 V noch geringere Ströme bei gleicher Leistung, was die erforderlichen Leiterquerschnitte weiter verkleinert und die Gesamteffizienz verbessert.

     

    Technologisch profitieren 48-V-Systeme von der Konvergenz mit anderen Industriebereichen, die diese Spannung bereits als Standard nutzen – z. B. Telekommunikation, Rechenzentren und Elektrofahrzeuge. Diese Synergie hat die Entwicklung hocheffizienter und zuverlässiger Komponenten beschleunigt, wodurch 48-V-Systeme zunehmend auch für gehobene kommerzielle Anwendungen wettbewerbsfähig werden.

     

     

    Probleme durch ungeeignete Spannung und praktische Lösungen

     

    Die Wahl einer ungeeigneten Spannung oder eine fehlerhafte Handhabung elektrischer Parameter in einem LED-System kann eine Kaskade technischer Probleme auslösen, die Leistung, Lebensdauer und Sicherheit der Installation beeinträchtigen. Das Verständnis dieser Probleme und ihrer Lösungen ist für alle, die LED-Beleuchtungssysteme planen, installieren oder betreiben, unerlässlich.

     

    Spannungsabfall: Ursachen, Wirkungen und Gegenmaßnahmen

    Der Spannungsabfall ist das häufigste Problem bei LED-Systemen, insbesondere bei langen Installationen. Dieses Phänomen entsteht, wenn der Leitungswiderstand entlang des Strompfades zu einer schrittweisen Spannungsreduktion führt, was in einer ungleichmäßigen Helligkeit resultiert – mit dunkleren Bereichen am vom Netzteil entfernten Ende.

     

    Der Spannungsabfall (ΔU) lässt sich mit folgender Formel berechnen: ΔU = 2 × L × I × R, wobei L die Leitungslänge in Metern, I der Strom in Ampere und R der Widerstand pro Meter (in Ω/m) des Leiters ist. Bei einem 24-V-LED-Streifen mit 14,4 W/m (0,6 A/m), 10 m lang, versorgt über ein 1,5-mm²-Kupferkabel (R ≈ 0,012 Ω/m), beträgt der Gesamtspannungsabfall (Hin- und Rückleitung): ΔU = 2 × 10 m × 6 A × 0,012 Ω/m = 1,44 V. Das entspricht einem Verlust von 6 % – über dem empfohlenen Grenzwert von 3 % zur Sicherstellung optimaler Leistung.

     

    Maßnahmen zur Verringerung des Spannungsabfalls umfassen:

    1. mehrpunktige Einspeisung: Der LED-Streifen wird an mehreren Stellen gespeist, sodass der Strom kürzere Strecken durch die Leiter zurücklegen muss;

    2. größerer Leiterquerschnitt: Verwendung dickerer Kabel (z. B. von 1,5 mm² auf 2,5 mm²), um den Widerstand zu senken;

    3. höhere Versorgungsspannung: Wahl von 24-V- oder 48-V-Streifen statt 12-V-Varianten zur Reduzierung des Stroms bei gleicher Leistung;

    4. dezentrale Netzteile: Einsatz mehrerer Netzteile entlang der Installation statt eines zentralen Geräts.

     

    Über- und Unterspannung: Auswirkungen auf die LED-Lebensdauer

    Abweichungen von der Nennspannung stellen ein ernstes Risiko für Zuverlässigkeit und Lebensdauer von LED-Systemen dar. Obwohl moderne LED-Treiber Schutzschaltungen enthalten, beschleunigen dauerhafte Spannungsabweichungen den Komponentenverschleiß erheblich.

     

    Überspannung (höhere Spannung als vorgesehen) führt zu einem exponentiellen Anstieg des durch die LEDs fließenden Stroms, was zu Überhitzung, rascher Degradation des Leuchtstoffes und verringerter Lichtausbeute führt. Branchenstudien zufolge kann eine Überspannung um 10 % die Lebensdauer der LEDs um bis zu 50 % verkürzen. Umgekehrt verhindert Unterspannung (zu niedrige Spannung), dass die LEDs ihre optimale Leistung erreichen – dies führt zu geringerer Lichtausbeute und möglicherweise störendem Flickern, das in Arbeitsumgebungen unangenehm oder sogar gesundheitsschädlich sein kann.

     

    Tabelle 3: Auswirkungen von Spannungsabweichungen auf die LED-Leistung

    SpannungsabweichungStromänderungHelligkeitsänderungAuswirkung auf LebensdauerSperrschichttemperatur
    +5 %+15–20 %+10–15 %Verkürzung um 30 %Anstieg um 8–10 °C
    +10 %+30–40 %+20–25 %Verkürzung um 50–60 %Anstieg um 15–20 °C
    –5 %–15–20 %–15–20 %Verlängerung um 10 %Abnahme um 5–8 °C
    –10 %–30–40 %–30–35 %Verlängerung um 25 %Abnahme um 10–15 °C

     

    Inkompatibilität mit Netzteilen und Controllern

    Ein oft unterschätztes Problem ist die Inkompatibilität zwischen der LED-Streifen-Spannung und den Eigenschaften des Netzteils. Ein unterdimensioniertes oder ungeeignetes Netzteil kann zu Instabilität, verminderter Effizienz und sogar vorzeitigem Ausfall führen. Bei der Auswahl muss nicht nur die Nennspannung berücksichtigt werden, sondern auch die Gesamtleistung, die Art der Regelung (Konstantspannung vs. Konstantstrom) und Umgebungsbedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit).

     

    Bei dimmbaren LED-Systemen ist die Abstimmung zwischen Spannung, Netzteil und Controller besonders kritisch. Viele Controller sind für bestimmte Spannungen ausgelegt und funktionieren möglicherweise nicht (oder nicht zuverlässig), wenn sie mit inkompatiblen Systemen verbunden werden. Beispiel: Ein für 12 V konzipierter Controller, der an einen 24-V-Streifen angeschlossen wird, könnte den Strom nicht adäquat regulieren, was zu nichtlinearer Dimmung oder instabilem Betrieb führt.

     

    Die optimale Lösung besteht in der Auswahl kompatibler Systemkomponenten, vorzugsweise aus derselben Produktserie oder vom selben Hersteller. Ledpoint bietet integrierte Lösungen an, bei denen LED-Streifen, Netzteile und Controller aufeinander abgestimmt sind, um optimale Leistung und vereinfachte Planung und Installation zu gewährleisten.

     

     

    Dimensionierung und Praxisberechnungen für Profis

     

    Die korrekte Auslegung eines LED-Systems ist ein methodischer Prozess, der elektrische, thermische und anwendungsspezifische Aspekte zusammenführt. Dieses Kapitel liefert praktische Werkzeuge und detaillierte Verfahren, um sicherzustellen, dass jede Installation die Leistungsanforderungen erfüllt und langfristig effizient sowie zuverlässig bleibt.

     

    Berechnung der Gesamtleistung und Auswahl des Netzteils

    Der erste Schritt bei der Auslegung eines LED-Systems ist die Ermittlung der erforderlichen Gesamtleistung. Dieser Wert errechnet sich aus der Leistung pro Meter des LED-Streifens (angegeben in den technischen Daten) multipliziert mit der Gesamtlänge der Installation. Um Sicherheitsmarge und Systemlanglebigkeit zu gewährleisten, empfiehlt sich ein Aufschlag von 20–30 % auf die berechnete Leistung.

     

    Praxisbeispiel: Eine Bürobeleuchtung mit 25 Metern des LED-Streifens F52-40s-0608H2 (24 V, 14,4 W/m). Die benötigte Leistung beträgt: 25 m × 14,4 W/m = 360 W. Mit 25 % Sicherheitsaufschlag: 360 W × 1,25 = 450 W. Das ausgewählte Netzteil sollte daher mindestens 450 W bei 24 V leisten.

     

    Die Netzteilwahl beschränkt sich nicht auf Leistung und Spannung. Weitere entscheidende Faktoren sind:

    • Energieeffizienz: Netzteile mit 80-Plus-Zertifizierung oder vergleichbaren Standards erreichen hohe Wirkungsgrade (>90 %), was Energieverbrauch und Wärmeabgabe senkt;

    • Leistungsfaktor (PF): Höhere Werte (>0,9) zeigen eine bessere Nutzung der Scheinleistung – wichtig bei größeren kommerziellen Anlagen;

    • integrierte Schutzfunktionen: Qualitätsnetzteile verfügen über Schutz vor Kurzschluss, Überlast, Übertemperatur und Überspannung;

    • Garantie und Zuverlässigkeit: Die Lebensdauer des Netzteils sollte der der LEDs (typischerweise 50.000 Stunden) entsprechen.

     

    Berechnung des Leiterquerschnitts und Schutzmaßnahmen

    Die Dimensionierung der Leiter ist entscheidend für Sicherheit und optimale Leistung. Unterdimensionierte Leiter verursachen übermäßigen Spannungsabfall und Überhitzung, während überdimensionierte Leiter unnötig Kosten und Installationsaufwand erhöhen.

     

    Der minimale Leiterquerschnitt (in mm²) lässt sich mit folgender Formel berechnen: S = (2 × L × I × ρ) / ΔU, wobei L die Leitungslänge in Metern, I der Strom in Ampere, ρ der spezifische Widerstand von Kupfer (0,0175 Ω·mm²/m) und ΔU der maximal akzeptable Spannungsabfall in Volt ist.

     

    Beispiel: Ein 24-V-LED-Streifen mit 15,5 W/m (0,645 A/m), 8 m lang, zentral gespeist (L = 4 m pro Seite), Gesamtstrom 5,16 A, maximaler Spannungsabfall 3 % (0,72 V): S = (2 × 4 m × 5,16 A × 0,0175 Ω·mm²/m) / 0,72 V = 1,0 mm². In der Praxis würde man ein Standardkabel mit 1,5 mm² wählen – der nächstgrößere verfügbare Querschnitt.

     

    Tabelle 4: Leitungsdimensionierung nach Strom und Länge

    Strom (A)Länge 5 mLänge 10 mLänge 15 mLänge 20 m
    3 A0,75 mm²1,0 mm²1,5 mm²2,5 mm²
    6 A1,0 mm²1,5 mm²2,5 mm²4,0 mm²
    10 A1,5 mm²2,5 mm²4,0 mm²6,0 mm²
    15 A2,5 mm²4,0 mm²6,0 mm²10,0 mm²

     

    Thermomanagement und Umweltfaktoren

    Das Thermomanagement ist ein entscheidender, oft unterschätzter Aspekt bei LED-Systemen. Obwohl LEDs energieeffizient sind, wird ein erheblicher Teil der elektrischen Energie (typischerweise 15–30 %) dennoch in Wärme umgewandelt, die abgeführt werden muss, um Leistung und Lebensdauer zu erhalten.

     

    Die Sperrschichttemperatur der LEDs (Tj) ist der entscheidende Parameter für Lebensdauer und Lichtstromerhalt. Gemäß dem Arrhenius-Gesetz halbiert sich die Lebensdauer bei jeder Erhöhung um 10 °C über die Nenntemperatur hinaus. Bei Ledpoint-Produkten wie dem COB-Streifen mit Betriebstemperaturbereich –10 °C bis +45 °C geben diese Werte den Umgebungstemperaturbereich an, in dem die Streifen ihre Spezifikationen erfüllen.

     

    Maßnahmen für ein effektives Thermomanagement:

     

    1. Aluminiumprofile: Verwendung von stranggepressten Profilen mit ausreichender Oberfläche zur Wärmeableitung;

    2. Abstand zu Oberflächen: Sicherstellen ausreichender Luftzirkulation hinter den LED-Streifen, besonders bei Einbauleuchten oder geschlossenen Installationen;

    3. Leistungsreduzierung in heißen Umgebungen: Nennleistung um 10–20 % senken bei Umgebungstemperaturen über 30 °C;

    4. Temperaturüberwachung: Bei kritischen Anlagen Einsatz von Temperatursensoren mit automatischer Stromregelung in Betracht ziehen.

     

     

    Zukunftstrends und technologische Innovationen in der LED-Spannungstechnik

     

    Die LED-Beleuchtungsbranche entwickelt sich stetig weiter – Innovationen verändern derzeit die Parameter für Planung und Installation. Das Verständnis dieser aufkommenden Trends ist für Fachleute unerlässlich, die zukunftsfähige Lösungen anbieten und sich auf die technischen Herausforderungen von morgen vorbereiten möchten.

     

    Übergang zu 48-V- und höheren Systemen: Branchenimplikationen

    Die Umstellung auf 48-V-Systeme beschleunigt sich angesichts der steigenden Nachfrage nach längeren, effizienteren und flexibleren Installationen. Dieser Trend – auch auf Ledpoint.it erwähnt – wird von mehreren Faktoren getrieben: der Notwendigkeit, Installationskosten bei Großprojekten zu senken, der Integration erneuerbarer Energiesysteme (die oft mit 48 V arbeiten) und der Kompatibilität mit aufkommenden Standards in der Leistungselektronik.

     

    Die technischen Implikationen dieses Wandels sind beträchtlich. 48-V-Systeme ermöglichen:

    • Installationen von bis zu 25–30 Metern mit nur einer Einspeisestelle – eine Revolution für das architektonische Lichtdesign;

    • Verkabelungskostenreduktion um bis zu 60 % im Vergleich zu 12-V-Systemen gleicher Leistung, dank geringerer Leiterquerschnitte und weniger Einspeisepunkte;

    • einfachere Integration mit intelligenten Energiemanagementsystemen und alternativen Energiequellen;

    • bessere Regelbarkeit und Stabilität durch geringere Empfindlichkeit gegenüber Spannungsabfällen.

     

    Branchenforschungen prognostizieren, dass 48-V-Systeme bis 2028 über 35 % des professionellen LED-Marktes ausmachen werden und jährlich um 12–15 % wachsen – deutlich schneller als der Gesamtmarkt (7–8 %).

     

    Smart Lighting und digitale Steuersysteme

    Die Integration von Spannung und intelligenten Steuerungssystemen eröffnet neue Möglichkeiten für adaptive und energieeffiziente Beleuchtung. Moderne Steuerungen regulieren nicht nur die Helligkeit, sondern überwachen ständig elektrische Parameter wie Spannung, Strom und Leistung, um Leistung, Effizienz und Lebensdauer dynamisch zu optimieren.

    Innovationen in diesem Bereich umfassen:

    • Netzteile mit digitaler Kommunikation (DALI, 0–10 V, DMX) für präzise Steuerung und Fernüberwachung elektrischer Parameter;

    • automatische Spannungserkennung, die die Ausgangsparameter an die angeschlossenen LED-Streifen anpasst;

    • thermokompensierende Algorithmen, die den Strom automatisch an die gemessene Temperatur anpassen – konstanter Lichtstrom und verlängerte Lebensdauer;

    • Integration in Gebäudemanagementsysteme (BMS) für ganzheitliches Energiemanagement auf Gebäudeebene.

    Dadurch wird die Spannung von einem statischen Planungsparameter zu einer dynamischen Variable in intelligenten Beleuchtungssystemen – mit neuen Möglichkeiten für Energieeffizienz und personalisierte Lichtgestaltung.

     

    Entwicklungen bei Halbleitermaterialien und deren Einfluss auf die Betriebsspannung

    Fortschritte in der Halbleitertechnologie prägen zunehmend die Betriebseigenschaften von LEDs – auch hinsichtlich der optimalen Versorgungsspannung. Der Übergang von GaAsP-basierten LEDs (Galliumarsenidphosphid) zu InGaN (Indiumgalliumnitrid) hat bereits niedrigere Durchlassspannungen für verschiedene Wellenlängen ermöglicht.

     

    Aktuelle Trends umfassen:

    • LEDs mit niedriger Durchlassspannung (Vf) unter 2,5 V – ermöglichen längere Serienschaltungen bei gleicher Versorgungsspannung;

    • LED-Chips mit engeren Spannungstoleranzen, verbessern Farbkonsistenz und reduzieren Binning-Aufwand;

    • Materialien mit größerer Bandlücke wie Galliumnitrid (GaN) auf Siliziumsubstraten – versprechen weitere Kostensenkungen und Leistungssteigerungen;

    • Quantenpunkt-Strukturen, die eine präzise Spektralanpassung ohne signifikante Änderung der Betriebsspannung ermöglichen.

     

    Diese Innovationen führen zu Produkten mit verbesserten technischen Daten – z. B. LED-Streifen mit Wirkungsgraden über 110 lm/W bei stabiler Versorgungsspannung und engen Toleranzen.

     

     

    Ledpoint-Produkte optimiert für jede Spannungsanforderung

     

    Ledpoint bietet eine umfassende Produktreihe für jede Spannungsanforderung – von Niederspannungsanwendungen im Wohnbereich bis hin zu hoch effizienten professionellen und industriellen Lösungen. Dieses Kapitel beleuchtet technische Merkmale und optimale Einsatzgebiete der verfügbaren Produkte und gibt konkrete Empfehlungen zur Auswahl basierend auf spezifischen Planungsanforderungen.

     

    COB-LED-Streifen 24 V: Maximale Lichtgleichmäßigkeit für Premium-Anwendungen

    Der COB-LED-Streifen (Chip-on-Board) mit 24 V ist ideal für Anwendungen, bei denen Lichtgleichmäßigkeit und das Fehlen eines „punktigen“ Effekts entscheidend sind. Wie in den Ledpoint-Spezifikationen beschrieben, platziert diese Technologie eine hohe Dichte an LED-Chips (5280 auf 10 m) direkt auf dem Substrat und bedeckt sie mit einer gleichmäßigen Leuchtstoffschicht, die eine kontinuierliche, homogene Lichtlinie erzeugt.

    Herausragende technische Merkmale dieses Streifens:

    • hohe Lichtausbeute: 1590 lm/m bei einer Effizienz von 110 lm/W – eine der höchsten auf dem Markt;

    • hervorragende Farbwiedergabe: typischer CRI >90 – essentiell für Einzelhandel, Museen oder überall dort, wo Farbtreue entscheidend ist;

    • großer Abstrahlwinkel: ≥120° für gleichmäßige Ausleuchtung ohne Schatten;

    • vollständige Dimmbarkeit: Kompatibilität mit den meisten branchenüblichen Steuersystemen;

    • präzises Trennen: Schnitt alle 4,55 cm (24 Chips) für maximale Anpassungsfähigkeit an Installationsmaße.

    Ideale Einsatzbereiche für den 24-V-COB-Streifen sind Vitrinenbeleuchtung, Arbeitsplatten, Museen, gehobene Handelsräume und alle Situationen, in denen Lichtqualität und Gleichmäßigkeit entscheidend sind. Die 24-V-Versorgung erlaubt zudem Installationen von bis zu 8–10 Metern mit einer einzigen Einspeisung – deutlich vereinfachte Verkabelung gegenüber 12-V-Systemen.

     

    LED-Streifen F52-40s-0608H2 24 V: Optimaler Preis-Leistungs-Kompromiss

    Der LED-Streifen F52-40s-0608H2 ist ideal für gewerbliche und private Anwendungen, bei denen ein optimales Gleichgewicht aus Leistung, Zuverlässigkeit und Kosten gefragt ist. Mit 24 V und 14,4 W/m nutzt dieser Streifen hochwertige 2835-LEDs, die hervorragende Effizienz (95 lm/W) und lange Lebensdauer bieten.

     

    Herausragende Eigenschaften:

    • hoch effiziente 2835-LEDs: bewährte Technologie mit exzellentem thermischem Verhalten und Langlebigkeit;

    • 3-Step-Farbtemperatur: 4000 K mit enger Toleranz für chromatische Konsistenz über verschiedene Produktionschargen;

    • 3M 9495LE-Doppelklebeband: professionelles Befestigungssystem für zuverlässigen Halt – auch auf unebenen oder gekrümmten Oberflächen;

    • Schnitt alle 10 cm: flexible Installation mit klar markierten Schnittpunkten;

    • vorverlötete Anschlusskabel: Zeitersparnis bei der Installation und garantierte optimale elektrische Verbindungen.

     

    Dieser Streifen eignet sich besonders für Büros, Geschäfte, Hotels und Wohnbereiche, in denen qualitativ hochwertige Beleuchtung bei moderaten Investitionskosten gefordert ist. Die 24-V-Versorgung ermöglicht Installationen von bis zu 10 Metern ohne signifikanten Spannungsabfall, während die Effizienz von 95 lm/W geringen Energieverbrauch bei gleichzeitig hoher Lichtqualität garantiert.

     

    Maßgeschneiderte Lösungen und fachkundiger technischer Support

    Neben Standardprodukten bietet Ledpoint maßgeschneiderte Lösungen für spezielle Projekte mit individuellen Anforderungen an Spannung, Leistung oder Abmessungen. Diese Flexibilität ist besonders wertvoll bei Großprojekten, Installationen mit besonderen Platzbeschränkungen oder extremen Umgebungsbedingungen (hohe/niedrige Temperaturen, Feuchtigkeit etc.).

     

    Der fachkundige technische Support von Ledpoint umfasst:

    • Planungsberatung: Unterstützung bei der optimalen Spannungswahl basierend auf konkreten Anwendungsanforderungen;

    • Auslegungsberechnungen: Hilfe bei der Dimensionierung von Netzteilen, Leitern und Schutzeinrichtungen;

    • Lösungen für große Distanzen: Strategien für Installationen, die die empfohlenen Maximalwerte überschreiten – z. B. mehrpunktige Einspeisung oder Spannungsbooster;

    • Integration in Steuersysteme: Unterstützung bei Auswahl und Konfiguration von Controllern, Dimmern und Automatisierungssystemen;

    • thermische Analyse: Bewertung des Wärmeabfuhrbedarfs zur Sicherstellung optimaler Leistung und Langlebigkeit unter allen Betriebsbedingungen.

     

    Dieser ganzheitliche Ansatz – Qualitätsprodukte kombiniert mit fachkundigem Support – garantiert, dass jede Installation nicht nur unmittelbare Anforderungen erfüllt, sondern auch langfristig zuverlässig und leistungsstark bleibt.

     

    Spannung: strategische Bedeutung in LED-Systemen

     

    Die Spannung ist der grundlegende Parameter, der jeden Aspekt eines LED-Beleuchtungssystems beeinflusst – von der Anfangsleistung über die langfristige Lebensdauer bis hin zu Installationskosten und Betriebseffizienz. Diese vertiefte Analyse hat gezeigt, dass die Wahl zwischen 12 V, 24 V und 48 V nicht lediglich eine technische Entscheidung ist, sondern eine strategische Weichenstellung für den gesamten Projekterfolg.

     

    24-V-Systeme erweisen sich als optimaler Standard für die meisten professionellen Anwendungen und bieten das beste Gleichgewicht aus Sicherheit, Effizienz und Flexibilität. Gleichzeitig verändert die zunehmende Verbreitung von 48-V-Systemen bei langen Strecken und hohen Leistungen die Planungsparameter und eröffnet neue Möglichkeiten für architektonische und industrielle Beleuchtung.

     

    Unabhängig von der gewählten Spannung bleiben die grundlegenden Prinzipien unverändert: sorgfältige Planung, korrekte Dimensionierung aller Komponenten und ein tiefes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Spannung, Strom und Leistung sind entscheidend für sichere, effiziente und langlebige Installationen. Die Ledpoint-Produkte – mit klaren technischen Spezifikationen und engen Toleranzen – bilden eine solide Grundlage für Beleuchtungssysteme, die heutige und zukünftige Anforderungen nicht nur erfüllen, sondern übertreffen.

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